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Venenerkrankungen weisen eine hohe Prävalenz auf. Ungefähr jeder 6. Mann und jede 5. Frau leiden an einer chronischen Veneninsuffizienz (1). Neun von zehn deutschen Erwachsenen haben zumindest leichte Veränderungen der Beinvenen (meist Besenreiser), wobei Häufigkeit und Schweregrad der Venenleiden mit steigendem Alter zunehmen (2).

Überblick über Venenerkrankungen der Beine

Venenerkrankungen der Beine können in akut und chronisch unterschieden werden. Unter die akuten Venenerkrankungen fallen vorrangig Thrombosen, während chronische Venenerkrankungen vor allem Krampfadern und venöse Insuffizienz umfassen (2).

Zwischen den Krankheitsbildern bestehen zahlreiche Wechselwirkungen – beispielsweise können Krampfadern die Entstehung von Thrombosen fördern und umgekehrt. Der Endzustand beider Venenerkrankungen ist im ungünstigsten Fall die chronisch venöse Insuffizienz.
Umso wichtiger ist ein frühzeitiges Erkennen und Behandeln, um bestehende Beschwerden zu lindern und Folgeschäden zu vermeiden (2).

Ursachen: wie entsteht eine chronisch venöse Insuffizienz (CVI)

Bei der chronisch venösen Insuffizienz können die Venen in den Beinen nicht effektiv Blut zurück zum Herzen führen, was zu einem Rückstau und einer Ansammlung von Blut in den Beinen führt (3). Die damit einhergehende Druckerhöhung in den Beinvenen beeinträchtigt die Venenfunktion mehr und mehr (4). Es bilden sich viele kleine Venen aus (Besenreiser) oder die größeren oberflächlichen Venen weiten sich, wodurch die Venenklappen nicht mehr richtig schließen und das Blut weiter in den Beinen versackt.
Auch Entzündungen – wie etwa oberflächliche Venenthrombosen – insbesondere an den Beinvenen, können die Venenklappen schädigen und dadurch deren Funktion beeinträchtigen (3).

Zu den wichtigsten Auslösern und Risikofaktoren der chronischen Venenschwäche gehören: (2, 3, 4)

  • Zunehmendes Alter
  • Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Erbliche Veranlagung
  • Unbehandelte Krampfadern
  • Schwangerschaft und Wochenbett
  • Einnahme von Hormonpräparaten (z.B. Pille oder Hormonersatztherapie in den Wechseljahren)

Symptome der chronischen Venenschwäche

Müde, schwere und schmerzende Beine sind oft das erste Anzeichen der chronisch venösen Insuffizienz und vor allem abends oder nach langem Stehen oder Sitzen spürbar (4, 5).

Weitere Symptome und Anzeichen der chronischen Venenschwäche sind: (2, 3, 4)

  • Schwellungen in den Beinen oder geschwollene Knöchel
  • Spannungs- und Schweregefühl in den Beinen
  • Krämpfe oder Schmerzen in den Waden
  • Besenreiser und Krampfadern
  • Juckreiz und unruhige Beine
  • Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme)
  • Hautveränderungen, wie bräunliche Verfärbungen bis hin zu Hautgeschwüren

 Die spürbaren Symptome verschlimmern sich bei vielen Betroffenen in der warmen Jahreszeit (4). 

Venenleiden: Diagnose

Um das Ausmaß der Venenerkrankung genau zu bestimmen, ist eine umfassende Diagnose essenziell. Die Diagnosestellung besteht in der Regel aus Anamnese, klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren (6).

  1. Anamnese:
    Der Patient wird beispielsweise nach der Art der Beschwerden (Schwellungen, Juckreiz, Hautveränderungen, etc.), Dauer und Verlauf, familiäre Belastung, Medikamenteneinnahme oder Vorerkrankungen befragt (6).
  2. Klinische Untersuchung:
    Bei der körperlichen Untersuchung führt der Arzt eine Sicht- und Tastuntersuchung durch. Dabei achtet der Arzt auf sichtbare Zeichen wie Krampfadern an Ober- und Unterschenkeln (Varizen), Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme) oder Hautveränderungen. Weiterhin wird nach Verhärtungen getastet, die auf oberflächliche Venenthrombosen hinweisen können (6).
  3. Bildgebende Verfahren:
    Hier stellt die Duplex-Sonografie das diagnostische Werkzeug der Wahl dar. Die Ultraschalluntersuchung gibt Auskunft zum Zustand der oberflächlichen und tiefen Venen, der Venenklappenfunktion sowie zum Blutfluss in den Venen und kann Thrombosen in der Region ausschließen (3, 6).

Therapie der chronisch venösen Insuffizienz 

Die frühe Erkennung und Behandlung der chronischen Venenschwäche ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern (3). Besonders im frühen Stadium kann eine konsequente Behandlung die Symptome deutlich lindern oder sogar ganz beseitigen (4).

Welche therapeutische Strategie im individuellen Fall als bestgeeignet erscheint, richtet sich nach den individuellen Befunden, aber auch nach Präferenzen der Patienten (5).
Die Therapie unterteilt sich in (3):

  • Invasive Verfahren
  • Kompressionstherapie
  • Lebensstiländerungen
  • und medikamentöse Therapie

Die Verfahren stellen keine konkurrierenden, sondern sich ergänzende Optionen dar – eine Kombination der Verfahren kann entsprechend sinnvoll sein (5).

Medikamentöse Therapie (5)

Bei der oralen medikamentösen Therapie ist es wichtig, auf eine evidenzbasierte Wirksamkeit zu achten. In Deutschland stehen vor diesem Gesichtspunkt folgenden Substanzen zur Verfügung:

  • standardisierter Roter Weinlaubextrakt
  • standardisierter Rosskastanienextrakt
  • Oxerutin

Die Substanzen wirken antientzündlich und normalisieren die Durchlässigkeit venöser Gefäße, was zu einer Rückbildung von Ödemen und einer Linderung subjektiver Beschwerden, wie Schmerzen, Spannungs- und Schweregefühl, führt.

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  • unterstützen bei Venenschwäche
  • tragen zur Linderung von Schwellungen, Schmerzen und Müdigkeit in den Beinen bei
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  • sind lactose- und glutenfrei

 

Prophylaxe: Prävention von Venenleiden?

Bis heute ist keine nachweislich wirksame Prophylaxe der chronisch venösen Insuffizienz bekannt.
Als allgemeine Präventionsmaßnahme bei Venenleiden gelten Bewegungen, die zur Aktivierung der sogenannten Muskel-Venen-Pumpe führen – wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren. Bei bereits vorhandenen Venenleiden wirken sich eine Hochlagerung der Beine oder Kaltwasseranwendungen positiv auf die Symptome aus.

Vermieden werden sollte langes Sitzen oder Stehen, Wärmeexposition und hohe Absätze (2).

Quellen

  1. Rabe, E., Pannier-Fischer, F., Bromen, K., Schuldt, K., Stang, A., Poncar, Ch., Wittenhorst, M., Bock, E., Weber, S. & Jöckel, K.-H. (2003): Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie® – Untersuchungen zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung. In: Phlebologie, 32(01), S. 1–14. 
    https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0037-1617353
    (abgerufen am 22.05.2025)
  2. RKI - Robert Koch-Institut (2009): Venenerkrankungen der Beine. 
    https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/3197/253bKE5YVJxo_25.pdf?sequence=1&isAllowed=y(abgerufen am 22.05.2025)
  3. Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC): Chronisch-venöse Insuffizienz (CVI). 
    https://www.dhzc.charite.de/ratgeber/chronisch-venoese-insuffizienz/
     (abgerufen am 22.05.2025)
  4. Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie e.V. (DGPL): Ulcus cruris. 
    https://www.phlebology.de/patienten/venenkrankheiten/ulcus-cruris/
    (abgerufen am 06.06.2025)
  5. Pannier, F. (2019): S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Varikose. 
    https://register.awmf.org/assets/guidelines/037-018l_S2k_Varikose_Diagnostik-Therapie_2019-07-abgelaufen.pdf (abgerufen am 22.05.2025)
  6. Schwarz, T. & Werth, S.: Pathophysiologie, Epidemiologie, klinisches Bild und diagnostisches Vorgehen bei chronisch venöser Insuffizienz. 
    https://www.springermedizin.de/emedpedia/detail/klinische-angiologie/pathophysiologie-epidemiologie-klinisches-bild-und-diagnostisches-vorgehen-bei-chronisch-venoeser-insuffizienz?epediaDoi=10.1007%2F978-3-662-61379-5_161
    (abgerufen am 22.05.2025)