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Husten

Husten kann zu allen Jahreszeiten auftreten, häufig jedoch im Winter. Husten ist lästig und führt oft zu starken Einschränkungen des Wohlbefindens. Husten kann kurzzeitig oder auch langanhaltend sein. Niemals sollte Husten "auf die leichte Schulter" genommen werden.

Hinter einem "einfachen" Husten können sich schwerwiegende Krankheiten verbergen oder im Laufe der Zeit entwickeln.

Heumann möchte Ihnen die Ursachen des Hustens aufzeigen, damit Sie verstehen, Ihre Gesundheit zu erhalten oder wiederzuerlangen.

Bild Husten

Unsere Atemwege

Unsere Atemwege dienen in erster Linie der Aufnahme von Sauerstoff aus der Atemluft sowie der Abgabe von Abfallstoffen, die bei der Verwertung von Nährstoffen anfallen.

Hierzu gehört in erster Linie das Kohlendioxid. Der Transport durch die Atemwege erfolgt durch Mund bzw. Nase, Rachenraum, Luftröhre in die Bronchien. Das sind Verästelungen der Luftröhre innerhalb der Lunge. Durch sie gelangt die Atemluft in kleinste Lungenbläschen, wo der Sauerstoff ans Blut abgegeben wird. Die Innenfläche der Luftröhre und der Bronchien ist von einer Schleimhaut überzogen, die sich bei verschiedensten Erkrankungen entzünden und Beschwerden verursachen kann.

Was ist Husten?

Bei Husten handelt es sich um einen Schutzmechanismus, der durch Reizung der Atemwege, also Rachen, Luftröhre und Lunge, ausgelöst wird. Diese Reizung kann mechanischer Art sein, z. B. durch übermäßige Schleimbildung oder durch die Bildung eines zu zähen Sekretes, aber auch eingeatmete Fremdkörper - insbesondere bei Kindern - können den Hustenreiz auslösen. Auch Reize bei entzündlichen Erkrankungen und chemische Reize durch Luftschadstoffe oder durch Tabakrauch können einen Husten herbeiführen.

Allerdings können auch Organreize außerhalb der Lunge den Husten auslösen, z. B. Reize am Gehörgang, am Magen-Darm-Trakt, an der Gallenblase, an den Nieren oder am Herzen. Die Aufgabe des Hustens ist, die Atmungsorgane von zuviel Schleim und von Fremdkörpern zu reinigen.

Ursache des Hustens

Husten ist eine Begleiterscheinung für eine Vielzahl von Erkrankungen. So können Infektionen entzündliche Erkältungskrankheiten mit Husten verursachen. Allergische Reaktionen auf vielerlei Schadstoffe, Chemikalien, Pollen oder Tabakrauch können starke Hustenanfälle auslösen.

In schweren Fällen können diese allergischen Reaktionen bis zum Asthma führen. Dies sind Atemnotanfälle infolge von Verengungen der Atemwege. Unterschiedliche Lungenerkrankungen, wie Keuchhusten, Asthma, Krupp, Pseudokrupp, Bronchitis, aber auch Krankheiten an anderen Organen können zu Husten führen. Bei diesen Grunderkrankungen hält dann oft der Husten über einen langen Zeitraum an. Dieser Husten wird als chronisch bezeichnet. Gerade dieser chronische Husten ist oft ein Zeichen für ernstere Grunderkrankungen, dessen Behandlung in die Hand des Arztes gehört.

Dem Arzt stehen eine große Anzahl verschiedener Untersuchungsmöglichkeiten und Arzneimittel zur Verfügung, mit denen er - je nach zugrunde liegender Krankheit - behandeln kann.

Husten bei Erkältungskrankheiten

Mit der Luft, die wir einatmen, gelangen gleichzeitig auch Fremdkörper und Krankheitserreger (Bakterien und Viren) in unsere Atemwege. Unser Körper hat aber Mechanismen, mit denen er die Atemwege wieder reinigen kann. Fremdkörper und Krankheitserreger werden so
normalerweise mit Hilfe der sogenannten Flimmerhärchen "lautlos", aber sehr effektiv über die Schleimhäute von Mund und Nase ausgeschieden. In den kalten Jahreszeiten ist die Abwehr geschwächt, und es entstehen akute Erkältungskrankheiten, die die komlizierten Funktionen und Reinigungsmechanismen unseres Atmungssystems beeinträchtigen.

Tritt Husten im Rahmen einer Erkältungskrankheit auf, spricht man von einem akuten Husten. Oft bestehen neben Husten zusätzlich andere Beschwerden wie Schnupfen oder Halsentzündungen. Beim Beginn der Erkältungskrankheit reizt der Husten die Atemwege, und es ist noch wenig Schleim vorhanden. Dieser Husten wird als "trocken" bezeichnet. Im Krankheitsverlauf bildet sich dann als Folge der bestehenden Entzündung ein zäher Schleim, der die Luftwege verengt. Diese Verengung der Luftwege behindert die Atmung. In besonders schlimmen Fällen kann sich die Luftnot in pfeifenden Atemgeräuschen äußern.

Bei akuten Erkältungskrankheiten handelt es sich meistens um durch Krankheitserreger (Viren) hervorgerufene Infektionen. In diesem frühen Stadium der Erkältungserkrankung ist der Auswurf glasig und weiß. Der Schleim in den Atemwegen stellt aber einen guten Nährboden für Bakterien dar. Bestehen schon Infektionen durch Viren, ist das Immunsystem bereits stark beansprucht und geschwächt. Nun ist der Körper nicht mehr so gut in der Lage, andere Krankheitserreger abzuwehren. Als Folge können sich bakterielle Infektionen anschließen. Dies wird dann an einem eitrigen, gelblich-grünen Auswurf sichtbar.

Bei Auftreten von eitrigem, gelblich-grünem Auswurf sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, weil die Gefahr besteht, dass die Infektion auf tiefer gelegene Teile der Atemwege übergreift. Wenn die Lungenkanälchen betroffen sind, kann dies zur eitrigen Bronchitis führen, in schweren Fällen sogar zu Lungenentzündungen, die sehr ernste Erkrankungen sind.

Reizhusten

Sollte bei einem oft über längere Zeit bestehenden Husten kaum Schleim gebildet werden, leidet man an einem Reizhusten. Man spricht auch von "trockenem Husten". Trockener Reizhusten wird hervorgerufen durch Entzündungen an der Schleimhaut der Atemwege. Die Ursache dieser Entzündungen sind aber gewöhnlich nicht die Krankheitserreger (wie Viren und Bakterien), sondern andere Krankheitsauslöser, wie z. B. Allergien oder Reizstoffe (z. B. Tabakrauch oder Luftverschmutzung).

Bei solcherlei entzündlichen Ursachen dient der Husten nicht mehr als Reinigungs- oder Schutzreflex. Trockener Reizhusten erzeugt quälende und schmerzhafte Beschwerden, insbesondere nachts.

Behandlung von Husten

Aufgrund der beschriebenen verschiedensten Ursachen sowie der unterschiedlichen Arten des Hustens ist der Einsatz des geeigneten Hustenmittels von außerordentlicher Bedeutung. Trockener Reizhusten oder Husten bei Erkältungskrankheiten mit starker Schleimbildung erfordern jeweils besondere Behandlungsmethoden.

Zur Behandlung des Hustens stehen prinzipiell zwei Wirkstoffgruppen zur Verfügung:

  • zur Unterdrückung des Hustenreizes
    hustenstillende Mittel, sogenannte Antitussiva
  • zum Schleimlösen und zur Auswurfförderung
    Mittel gegen Husten mit Schleimbildung, sogenannte Expektorantien.

Die Behandlung des Hustens ohne Hinzuziehen eines Arztes, die Selbstmedikation, ist bei bestimmten Krankheitszeichen durchaus möglich. Allerdings gibt es ebenso Krankheitszeichen, bei denen von der Selbstbehandlung abgeraten werden muss. Stets sollte man sich vor Augen halten: Ist die Ursache des Hustens nicht eine kurzfristige Erkältungskrankheit, sondern eine andere, möglicherweise gefährlichere Erkrankung, so kann durch zu lange ausgeübte Selbstbehandlung wertvolle Zeit für die eigentliche Therapie verloren gehen.

Wann sollten Sie bei Husten einen Arzt aufsuchen?

Ein Arztbesuch ist notwendig bei akutem Auftreten von Hustenanfällen, die von Fieber begleitet sind, bei gelblich-grünem, eitrigem, möglicherweise sogar blutigem Auswurf, bei beschleunigter, mühsamer oder schmerzhafter Atmung sowie bei Rassel- oder Pfeifgeräuschen beim Atmen. Außerdem sollte ein Arzt aufgesucht werden bei langanhaltendem Husten über eine Woche, in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 7 Jahren.

Wann kann bei Husten eine Selbstbehandlung durchgeführt werden?

Eine Selbstmedikation sollte nur angewandt werden, wenn es sich um akute Erkältungskrankheiten handelt oder wenn die Ursache des Hustens bekannt und eine Selbstmedikation vertretbar ist, z. B. bei allergischen Erkrankungen. Also ist die Hustenselbstbehandlung grundsätzlich möglich bei:

  • akutem Auftreten ohne Fieber
  • wenn die Erkrankung mit Schnupfen beginnt und dann später ein Husten hinzukommt
  • wenn der Auswurf weder eitrig-grün noch blutig ist.

Eine Besserung muss bei Selbstbehandlung spätestens nach vier Tagen beginnen. Nach einer Woche muss der Husten abgeklungen und nach zwei Wochen im großen und ganzen vorbei sein.